Der Kirchenchor St. Georg Großenlüder gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Bonifatius aus Fulda-Horas und einem Bläserensemble des Musikvereins Großenlüder unter der Leitung von Margarita Bechler
Das 150-jährige Bestehen des Kirchenchors St. Georg Großenlüder wurde mit einem großen Festtag und zahlreichen musikalischen Höhepunkten gefeiert. Die Jubiläumsveranstaltung verband eindrucksvoll Gottesdienst, Musik und gelebte Gemeinschaft.
Den Auftakt bildete das Festamt in der Pfarrkirche St. Georg, das von Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez gemeinsam mit Pfarrer Joachim Hartel zelebriert wurde. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Georg unter der Leitung von Margarita Bechler. Unterstützt wurde der Jubiläumschor vom Kirchenchor St. Bonifatius aus Fulda-Horas sowie von einem Bläserensemble des Musikvereins Großenlüder.
Die musikalischen Beiträge wurden für viele Besucherinnen und Besucher zu bewegenden Momenten. Die Aufführung der Missa Brevis des niederländischen Komponisten Jacob de Haan, die Chor und Bläserensemble in besonderer Weise miteinander verband, sorgte ebenso für Begeisterung wie das zum Abschluss gesungene Hallelujah aus Georg Friedrich Händels Messiah. Die eindrucksvolle Darbietung ging vielen Gottesdienstbesuchern unter die Haut und wurde mit großem Applaus gewürdigt.
In seiner Predigt und seinen Worten zum Jubiläum würdigte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez den langjährigen Einsatz des Kirchenchors. Dabei griff er den Augustinus zugeschriebenen Ausspruch „Wer singt, betet doppelt“ auf. Der Satz bringe zum Ausdruck, dass beim Singen nicht nur Worte gesprochen, sondern Gebete mit dem Herzen und der Seele getragen würden. Seit 150 Jahren gebe der Kirchenchor dem Glauben eine Stimme und bereichere damit das kirchliche Leben in Großenlüder.
Nach dem Festamt setzte sich ein festlicher Zug in Richtung Lüderhaus in Bewegung. Unterstützt wurde der Weg vom gesamten Musikverein Großenlüder. Auch die Banner der örtlichen Vereine, die beiden Kirchenchöre und zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und -besucher begleiteten den gemeinsamen Zug. Damit wurde sichtbar, wie eng der Kirchenchor mit der Pfarrgemeinde, den Vereinen und der gesamten Gemeinde verbunden ist.
Am Lüderhaus wurden die Gäste mit einem Glas Sekt empfangen. Der Musikverein Großenlüder sorgte anschließend beim Frühschoppen für die musikalische Unterhaltung. In geselliger Atmosphäre bestand Gelegenheit zu Begegnung und Austausch und dazu, das besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.
Im weiteren Verlauf richteten Bürgermeister Florian Fritzsch und Ortsvorsteherin Lena Vogel Grußworte an den Kirchenchor. Bürgermeister Fritzsch würdigte insbesondere die Verlässlichkeit, die Freude am gemeinsamen Singen und das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Sängerinnen und Sänger. Er hob hervor, dass der Kirchenchor über Generationen hinweg nicht nur die Gottesdienste musikalisch gestaltet, sondern auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben Großenlüders bereichert habe. Das Jubiläum sei daher Anlass zu großer Anerkennung und Dankbarkeit.
Ein besonderer Höhepunkt des Festtages war die Verleihung der Palestrina-Medaille in Silber durch Pfarrer Joachim Hartel. Die Auszeichnung des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland (ACV) wird Kirchenchören verliehen, die auf eine 150-jährige Tradition zurückblicken können. Sie würdigt damit die außergewöhnliche Beständigkeit und das langjährige Wirken des Kirchenchors St. Georg.
Pfarrer Joachim Hartel bei der Verleihung der Palestrina-Medaille in Silber
Das Jubiläumsfest machte eindrucksvoll deutlich, was den Kirchenchor St. Georg seit 150 Jahren auszeichnet: die Verbundenheit mit der katholischen Kirche, die Liebe zur Musik und zum Gesang sowie eine starke Gemeinschaft. Viele Stimmen, Instrumente und Menschen fanden an diesem Tag zu einem gemeinsamen Klang zusammen. So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick auf eine bewegte Geschichte, sondern zugleich zu einem hoffnungsvollen Zeichen für die Zukunft des Kirchenchors.

