Barrierefreiheit im Straßenraum stärken und inklusive Spielangebote schaffen
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen selbstverständlich am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können. Dafür müssen Barrieren erkannt und Schritt für Schritt abgebaut werden – im Alltag, im Straßenraum, bei Freizeitangeboten sowie beim Wohnen und Arbeiten.
Als Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat möchte ich diesen Weg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen, sozialen Einrichtungen und weiteren Partnern konsequent fortsetzen. Ein wichtiger Meilenstein war dabei meine Ausbildung zum Inklusionsnetzwerker bei antonius im Jahr 2023. Gemeinsam mit antonius konnten anschließend die ersten Schritte zum Aufbau eines Inklusionsnetzwerks in Großenlüder umgesetzt werden. Aus diesem Engagement entstand im Oktober 2024 der Verein „Inklusionsnetzwerk – Leben & Arbeiten in Großenlüder“.
Der Verein setzt sich dafür ein, Inklusion und Diversität dauerhaft in unserer Gemeinde zu verankern. Die Gemeinde Großenlüder wird diese Arbeit auch künftig aktiv unterstützen.
30.000 Euro jährlich für barriereärmere Querungen
Ein konkreter Schwerpunkt ist der Abbau physischer Barrieren im öffentlichen Verkehrsraum. Für die Absenkung von Bordsteinen in Kreuzungs- und Querungsbereichen stehen jährlich 30.000 Euro zur Verfügung. Dieses Programm soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.
Abgesenkte Bordsteine erleichtern vielen Menschen die Teilnahme am öffentlichen Leben: Rollstuhlfahrenden, Menschen mit Rollatoren, Personen mit Gehbeeinträchtigungen und Familien mit Kinderwagen. Die Maßnahmen kommen in allen sieben Ortsteilen zum Einsatz und haben bereits zu spürbaren Verbesserungen geführt.
Auch bei weiteren Baumaßnahmen im Straßenraum soll die Barrierefreiheit grundsätzlich mitgedacht werden. Ziel ist es, den öffentlichen Verkehrsraum Schritt für Schritt für alle Menschen besser nutzbar zu machen.
Inklusive Spielfläche als Leuchtturmprojekt
Darüber hinaus sollen die Spielplätze in Großenlüder inklusiver werden. Als besonderes Leuchtturmprojekt ist eine vollständig barrierefreie Spielfläche im Kernort auf einer Freifläche am stark frequentierten Lüderhaus vorgesehen.
Im aktuellen Haushaltsplan konnten hierfür 200.000 Euro an investiven Mitteln bereitgestellt werden. Diese Mittel stehen zunächst unter einem Sperrvermerk. Für die Umsetzung ist es daher erforderlich, zusätzliche Fördermittel einzuwerben. Noch in diesem Jahr soll ein Antrag über die „Förderrichtlinie zum Ausbau inklusiver kommunaler Angebote im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“ gestellt werden.
Bestenfalls könnte die bauliche Umsetzung im Jahr 2027 beginnen – vorausgesetzt, die erforderlichen Fördermittel werden bewilligt und die weiteren Rahmenbedingungen liegen vor.
Die geplante Spielfläche soll vollständig barrierefrei erreichbar und nutzbar sein. Auch Kinder mit Mobilitätseinschränkungen sollen Zugang zu den Spielgeräten erhalten. Darüber hinaus sind Spielangebote vorgesehen, die unterschiedliche Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen Beeinträchtigungen berücksichtigen.
„Kinder sollen gemeinsam spielen, entdecken und Spaß haben können – unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Eine inklusive Spielfläche bietet dafür die besten Voraussetzungen und schafft Begegnungen ganz selbstverständlich“, erklärt Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Florian Fritzsch.
Auch bei bestehenden Kinderspielplätzen soll Inklusion künftig stärker berücksichtigt werden. Wenn Spielgeräte ergänzt, erneuert oder ausgetauscht werden, soll nach Möglichkeit jeweils geprüft werden, ob inklusive Spielangebote integriert werden können.
Gemeinsam für eine inklusive Gemeinde
Inklusion gelingt nicht allein durch einzelne Baumaßnahmen. Sie lebt vom Engagement vieler Menschen und von einer offenen Haltung in der gesamten Gesellschaft. Das Inklusionsnetzwerk und der Verein „Inklusionsnetzwerk – Leben & Arbeiten in Großenlüder“ leisten hierfür einen wichtigen Beitrag.
„Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen geschaffen. Jetzt geht es darum, konkrete Verbesserungen im Alltag umzusetzen und Inklusion dauerhaft in unserer Gemeinde zu verankern. Diesen Weg möchte ich gemeinsam mit den Menschen in Großenlüder weitergehen“, so Florian Fritzsch.
Die Gemeinde wird deshalb auch künftig Maßnahmen zur Barrierefreiheit unterstützen, inklusive Angebote fördern und den Austausch mit dem Inklusionsnetzwerk, antonius sowie weiteren sozialen Organisationen fortsetzen. Ziel bleibt eine Gemeinde, in der alle Menschen gleichberechtigt dazugehören und sich aktiv einbringen können.
Kontakt zum Inklusionsnetzwerk – Leben & Arbeiten in Großenlüder:
Vorsitzender: Stefan Hartung
E-Mail: inklusion@grossenlueder.de / handicap-tours@web.de
Hinweis: Die Umsetzung der geplanten Spielfläche steht unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Einwerbung und Bewilligung von Fördermitteln sowie der erforderlichen weiteren Beschlüsse.
